Mittel gegen Tinnitus

Mittel gegen Tinnitus Neben Medikamenten gegen Tinnitus gibt es auch pflanzliche Hilfe aus der Apotheke.

Heute stehen verschiedene Mittel gegen Tinnitus zur Verfügung, die zumeist darauf abzielen, die Durchblutung im Innenohr zu verbessern. Auf diese Weise können Beschwerden gelindert werden. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Tinnitus, gibt es auch rezeptfreie und gut verträgliche pflanzliche Präparate auf Ginkgo-Basis. Erfahren Sie hier mehr über die Wirkstoffe und Darreichungsformen.

Ginkgo bei Tinnitus

Zur Behandlung von Ohrgeräuschen greifen viele Patienten z. B. zu Tabletten gegen Tinnitus, die Ginkgo enthalten. Auch die Wissenschaft unterstützt die These, dass die Extrakte der Ginkgo-biloba-Blätter bei Tinnitus helfen. So konnte eine Studie zeigen, dass sich die Einnahme von Ginkgo positiv auf die Reduzierung der Gesamtbelastung durch die Ohrgeräusche auswirken kann.1

Häufig wird Ginkgo bei Tinnitus ergänzend zu einer durchblutungsfördernden Therapie eingesetzt. Der Ginkgo-Extrakt kann dabei helfen, stressbedingte Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu verbessern. So werden die Nervenzellen an dieser Stelle besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Ginkgo-Präparate haben sich besonders beim akuten Tinnitus bewährt. Dabei gilt folgender Grundsatz: Die Behandlung sollte so schnell wie möglich begonnen werden, am besten schon bei den ersten Anzeichen. So kann einer Verschlechterung der Symptome vorgebeugt werden.

Gut zu wissen: Da Ginkgo-Präparate ein rein pflanzliches Produkt sind, können sie die Tinnitus-Therapie so auf natürliche Weise unterstützen.

Infusion bei Tinnitus

Eine Infusionstherapie wird gemäß der Tinnitus-Leitlinie vor allem bei akuten Ohrgeräuschen empfohlen. Ziel der Behandlung ist es, die Durchblutung des Innenohrs zu fördern. Aus diesem Grund kommen hier vor allem Wirkstoffe zum Einsatz, welche die Fließeigenschaften des Blutes verbessern:

  • Hydroxyäthylstärke
  • Dextrane
  • Pentoxyifyllin

Eine Infusionstherapie kann bis zu zehn Tage lang durchgeführt werden.

Kortison bei Tinnitus

Es ist nicht genau bekannt, wie die Gabe von Kortison bei Tinnitus wirkt. Man geht jedoch auch hier davon aus, dass durch das Kortison ein durchblutungsfördernder Effekt eintritt. Aber auch eine Entzündungshemmung oder immunologische Effekte werden als mögliche Wirkweisen diskutiert. Damit das Kortison besonders gut wirken kann, wird es meist in Form einer Spritze oder Infusion verabreicht. Das Kortison kann auch direkt in das Mittelohr gespritzt werden.

Gut zu wissen: Da die Kortisonbehandlung nur wenige Tage dauert, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Eine Kortisontherapie bei Ohrgeräuschen wird normalerweise mit einer hohen Dosis (500 Milligramm) gestartet. Diese Dosierung bleibt an den ersten drei Tagen konstant, danach wird die Dosis pro Tag langsam heruntergefahren. Eine solche Therapie dauert in der Regel zehn Tage.

Welche Mittel aus der Apotheke Ihnen bei Ohrgeräuschen außerdem helfen können, (Link 1.2) erfahren Sie (hier).

1 Hesse, G./ Schaaf, H.: Ginkgo biloba: Unwirksam gegen Tinnitus? HNO 6/2001 (2001)
2 https://www.thieme.de/de/gesundheit/ginkgo-gingko-tinnitus-45270.html
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Pflichttexte:
Gingium® intens 120 mg, Filmtabletten: Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen. Im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei fortschreitender Abnahme bzw. Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten mit den Hauptbeschwerden: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen (Vor Behandlungsbeginn sollte geklärt werden, ob die Krankheitszeichen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen.). Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei arterieller Verschlusskrankheit in den Gliedmaßen (Claudicatio intermittens im Stadium II nach FONTAINE) im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen. Durch Durchblutungsstörungen oder altersbedingte Rückbildungsvorgänge bedingte/r Schwindel bzw. Ohrgeräusche (unterstützende Behandlung). Enthält Lactose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Mat.-Nr.: 2/51003652 Stand: November 2011
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de

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