Welche Symptome bei Tinnitus?

Tinnitus: Symptome

Autoren: Tatiana Schmid , Jennifer Hamatschek Stand: 04.02.26
Tinnitus: Symptome
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Die Tinnitus-Symptome, die von Betroffenen wahrgenommen werden, sind vielfältig. Sie leiden häufig unter einem Sausen, Klingeln, Summen, Zischen oder Brummen im Ohr. Diese Geräusche können in Frequenz und Lautstärke variieren und entstehen unabhängig von einer äußeren Schallquelle: Meist kann niemand außer dem Betroffenen die Geräusche hören. Nur in seltenen Fällen tritt ein sogenannter objektiver Tinnitus auf: Der Arzt kann hier die Geräusche im Ohr auch hören.

Subjektiver Tinnitus

Der subjektive Tinnitus tritt mit einer Prävalenz von 99 Prozent mit Abstand am häufigsten auf. Für Betroffene bedeutet das, dass die Töne im Innenohr oder innerhalb der Hörbahn entstehen und keine akustischen Reize von außen vorliegen. Nur der Betroffene allein hört die Geräusche – ein Arzt kann einen subjektiven Tinnitus mit konventionellen Untersuchungsmethoden nicht diagnostizieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich die Ohrgeräusche nur einbildet. Eine fehlerhafte Informationsverarbeitung im auditorischen System des Gehirns ist hier die Ursache.

Tinnitus Viele kennen die Tinnitus-Symptome

Der Verein Deutsche Tinnitus Liga e. V. geht davon aus, dass rund drei Millionen Menschen in Deutschland mit einem Tinnitus im Ohr leben. Knapp 1,5 Millionen dieser Betroffenen leiden darunter so stark, dass sie psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Objektiver Tinnitus

Nur bei einem verschwindend geringen Teil der Patienten (ca. 0,1 Prozent) kann der Arzt einen objektiven Tinnitus feststellen: Die Ohrgeräusche des Patienten sind auch für den Arzt zu hören und lassen sich messen. Hier liegt den Beschwerden stets eine körperliche Erkrankung zu Grunde, andere Faktoren wie Stress oder Depression verursachen keinen objektiven Tinnitus. Die gute Nachricht: Wird die Grunderkrankung medizinisch behandelt, verschwinden meist auch die Ohrgeräusche.

Tinnitus: Begleitsymptome

Zusätzlich zu den Hauptsymptomen wie Rauschen, Sausen, Klingeln oder Brummen im Ohr, kann es zu weiteren Begleitsymptomen kommen:

  • Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Dysakusis und Hyperakusis
  • Muskelverspannungen im Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule
  • Angstzustände
  • Rückzug aus dem sozialen Umfeld
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Depression
Gut zu wissen:

Als Dysakusis wird eine hallende Geräuschwahrnehmung bezeichnet. Bei einer Hyperakusis reagiert der Betroffene überempfindlich auf laute Geräusche.

Welche Ursachen hinter einem Tinnitus stecken können, lesen Sie hier.

Ohrgeräusche Symptome

Hauptsymptome bei Tinnitus:

  • Zischen, Sausen, Brummen, Klingeln, Klopfen, Summen

Begleitsymptome bei Tinnitus:

  • Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Dysakusis und Hyperakusis
  • Muskelverspannungen im Bereich des Nackens und der Halswirbelsäule
  • Angstzustände
  • Rückzug aus dem sozialen Umfeld
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Depression

Tinnitus: Dauer der Beschwerden

Für die Behandlung von Ohrgeräuschen ist es entscheidend, zu wissen, wie lange die Beschwerden schon anhalten. Ärzte unterscheiden daher diese Formen von Ohrgeräuschen:

  • Akuter Tinnitus: Viele Betroffenen nehmen das Klingeln oder Rauschen im Ohr nur für ein paar Sekunden wahr, dann klingt es wieder ab. Das kann ca. drei Monate so gehen.
  • Subakuter Tinnitus: Die Ohrgeräusche treten immer wieder innerhalb von drei bis sechs Monate auf.
  • Chronischer Tinnitus: Bestehen die Beschwerden länger als ein halbes Jahr, wird der Tinnitus als chronisch klassifiziert.

Was Sie gegen Ohrgeräusche tun können, erfahren Sie hier.

Tipps bei Tinnitus

Ablenkung trainieren
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Ablenkung trainieren

Wenn Ohrgeräusche wie Rauschen, Klingeln oder Pfeifen den Alltag dominieren, fällt es schwer, ein normales Leben zu führen. Ein wichtiges Ziel der Tinnitus-Therapie ist es daher zu lernen, wie man möglichst gelassen mit der Situation umgeht und wie man seine Aufmerksamkeit von den Ohrgeräuschen ablenken kann. Viele Ärzte raten ihren Patienten zum sogenannten Tinnitus-Retraining. Durch dieses Behandlungskonzept lernen Sie, was Ohrgeräusche genau bedeuten und wie Sie besser mit der Situation umgehen. Ziel ist es, den Tinnitus aus dem Bewusstsein zu verdrängen.

Tinnitus<sup>*</sup>? Mit Gingium<sup>&reg;</sup> natürlich zur Ruhe kommen
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Tinnitus*? Mit Gingium® natürlich zur Ruhe kommen

Der in Gingium® enthaltene Spezialextrakt aus den Blättern des Ginkgo-biloba Baumes verbessert die Durchblutung im Innenohr und sorgt für eine verbesserte Sauerstoffversorgung im Gehirn und Innenohr. Die Regeneration der kleinsten Blutgefäße im Innenohr wird auf diese Weise durch Gingium® unterstützt. So kann Gingium® helfen, die Tinnitus-Intensität und -Lautstärke zu verringern.*

Mehr erfahren Sie hier: Gingium®

* Gingium® ist zugelassen für die unterstützende Therapie bei Tinnitus (Ohrgeräusche) infolge von Durchblutungsstörungen oder altersbedingten Rückbildungsvorgängen. (Gingium® 40 mg, 80 mg und 120 mg)

Tinnitus: Stress
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Tinnitus: Stress

Stress scheint bei vielen Tinnitus-Patienten die Wurzel allen Übels zu sein. Und auch Mediziner sind der Meinung, dass die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol Veränderungen im Innenohr verursachen kann. Die Ohrgeräusche selbst wiederum sorgen dafür, dass der Stresspegel ansteigt und Patienten ein permanentes Gefühl der Anspannung verspüren. Diesen Teufelskreis gilt es also zu durchbrechen! Entspannung steht hier an oberster Stelle: mit Hilfe von Yoga oder anderen Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung können Sie Stress gezielt abbauen. Viele Fitnessstudios, aber auch Volkshochschulen, bieten solche Kurse an.

Leben mit Tinnitus
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Leben mit Tinnitus

Ohrgeräusche mindern die Lebensqualität erheblich. Die Angst vor einer Verschlechterung der Beschwerden, Schlafstörungen und Depressionen können dazu führen, dass Sie sich aus dem aktiven Leben zurückziehen und alle Gedanken nur noch um die Geräusche im Ohr kreisen. Statt sich jedoch vom sozialen Umfeld abzuschotten, sollten Sie versuchen, den schönen Dingen des Lebens mehr Raum zu geben. Fragen Sie sich, was Ihnen guttut und was Ihnen Freude bereitet – und tun Sie dann genau das! Sorgen Sie dafür, dass positive Erlebnisse Ihren Alltag dominieren – nicht der Tinnitus!

Tinnitus: Musik hören
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Tinnitus: Musik hören

Tinnitus-Patienten haben oft das Bedürfnis, sich in eine ruhige Umgebung zurückzuziehen. Aber gerade wenn die Umgebung still ist, konzentrieren sie sich verstärkt auf die Ohrgeräusche und es wird noch schwieriger diese zu ignorieren. Besser: Musikhören! Spezielle Musik, bei der die störenden Tonfrequenzen im Ohr gezielt herausgefiltert werden, hilft beim Entspannen. So können Sie sich gezielt ablenken und richten Ihre Aufmerksamkeit nicht mehr nur auf die Ohrgeräusche.

Psychotherapie bei Tinnitus
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Psychotherapie bei Tinnitus

Tinnitus ist zwar keine seelische Erkrankung - eine Psychotherapie als Baustein einer umfassenden Tinnitus-Behandlung kann Ihnen jedoch dabei helfen, besser mit den Symptomen zu leben und einen selbstbewussten Umgang mit den Ohrgeräuschen zu lernen. Fragen Sie Ihren Hausarzt! Er kann Sie bei Bedarf schnell und einfach an einen Spezialisten weiterleiten.

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 04.02.26

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zu Tatiana Schmid
Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zu Jennifer Hamatschek

ICD-Code:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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